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Inhaltsangabe:

1.   Erste Hilfe          (Link)

2.   Vergiftungen      

3.   Fieber                    

4.  Größe/Gewichtstabellen   (Link)   

5.  Pubertät:Wie Sie Ihr Kind vor Sucht schützen können 

6   Hilfe mein Kind raucht, trinkt, hascht  

7. .Umweltschutz im Kinderzimmer                         

8.Umgang mit Kindern     

9.Neugeborenen-Hörscreening

10.Eine Fabel                        

 


VERGIFTUNGEN!                                   


( Vergiftungszentrale Berlin  0030 - 19240 )


(Bundesarbeitsgemeinschaft Kindersicherheit, BAG Kindersicherheit c/o Bundesvereinigung für Gesundheit e.V. Heilsbachstraße 30, 53123 Bonn)

weitere Informationen im Internet unter

www.meb.uni-bonn.de/giftzentrale

 

Am Telefon werden meist folgende Informationen verlagt:

> Was ist passiert? ( Womit, Wann, Welcher  Stoff ?)

> Wie alt Ihr Kind? (auch evtl. das Gewicht) 

> Ihre Personalien, Adresse und Telefonnummer (Damit man sie bei Bedarf unverzüglich zurückrufen kann.)


Hinweis bei Verbrennung: Sofort mit kaltem Wasser kühlen- aber ohne Rat nichts drauf tun. (insbesondere keine Zahnpaste oder ähnliches)

Die Wunde soll möglichst sauber bleiben, falls möglich bei Transport steril abdecken.

Nach Kopfprellung mit Eisbeutel Druck auf die Stelle- falls  Blutung jedoch erst Blutstillung (Druckverband oder im Zweifel je nach der Situation mit dem Finger drauf drücken) >>> dann den Arzt anrufen!

(aus Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch= eine Hand liegt hinter dem Körper, auf der anderen ruht der Kinn. Der Kopf ist stark in den Nacken gestreckt, um die Atmung nicht zu behindern) LAGERUNG BEI BEWUSSTLOSIGKEIT

Diese Lagerung gilt auch bei Bewusstlosigkeit bei Fieberkrämpfen (im Zweifelsfall Kind einfach auf den Bauch legen und Kopf zu einer Seite drehen). Nicht mit Gewalt versuchen, bei einem krampfenden Kind durch Festhalten den Krampf zu stoppen. Vergessen Sie nicht, dass die Ursache beim Fieberkrampf das Fieber ist, deshalb gilt dort an erster Stelle die Fiebersenkung (s. unten). Damit sich ein krampfendes Kind nicht auf die Zunge beißt, sollte ihm etwas, z.B. ein Gummikeil oder ein zusammengerolltes Tuch, zwischen die Zähne geschoben werden, ohne jedoch die Atmung zu behindern. Bei Krampfanfällen bei ältern Kindern sollten lose Klammern, aber auch feste Nahrungsmittelbestandteile oder Kaugummi aus dem Mund entfernt werden. Gegenstände in der Umgebung, die eine Verletzung verursachen könnten, sollten ebenfalls entfernt werden. Falls vorhanden eine Diazepam-Rectiole (Kinder 10-15 kg ->5 mg,  über 15 kg ->10 mg)einführen,  Paracetamol-Zäpfchen wirken erst nach ca. 20 Minuten. Homöopathische Mittel empfehle ich nich (Erstverschlimmerung?)

 

FIEBER :

Fieber muss nur bei bekannter Fieberkrampfvorgeschichte früh gesenkt werden. In allen übrigen Fällen 

Keine Angst vor Fieber! Fieber ist in erster Linie ein Zeichen dafür , dass der Körper mit eingedrungenen Erregern kämpft. Logischerweise wäre es völlig falsch diese natürliche Reaktion mit chemischen Mitteln zu unterdrücken. Angebracht sind Maßnahmen, die den Körper in seiner Abwehrkraft unterstützen, z.B. Bettruhe, frische Raumluft, viel trinken lassen, bei Trinkschwäche immer wieder häufige kleine Mengen , besonders Vitamin C-haltige Nahrungsmittel  wie Apfelsine, Mandarine, Kartoffel, bei Flüssigkeitsverlust auch Karotten oder Bananen (Kaliumersatz) und besonders bei älteren Kindern, die das Essen verweigern zusätzlich Traubenzucker anbieten. Eiweißreiche Nahrungsmittel wie z.B. Quark sollten eher vermieden werden. Bei Säuglingen in keinem Fall mit Muttermilch aufhören, da das Kind über die Muttermilch Abwehrstoffe bekommt, eine allgemeine Trinkschwäche bedeutet nicht, dass das Kind die Muttermilch nicht trinken möchte. Zigarettenrauch verzögert die Heilung und führt zur Infektneigung. Trockene Raumluft kann durch häufige Belüftung vermieden werden (mindestens 3x 10 Min/Tag offnes Fenster). Wenn nötig über die Nacht Luftanfeuchtung, Dampfwasser, ev. feuchte Tücher auf die Heizung hängen (Eine Daueranfeuchtung wird jedoch nicht empfohlen!)

Wenn Ihr Kind Fieber hat, sollte darauf geachtet werden, dass Ihr Kind so gekleidet und zugedeckt wird , dass es sich wohl fühlt. Bei Fieberanstieg wird Ihr Kind eher frieren (also wärmen), bei sehr hohen Körpertemperaturen kann jedoch Abkühlung helfen (Raumtemperatur 15°C, leichte Bekleidung, möglichst kein Synthetikmaterial, ausreichend Getränke)

 

Zur Fiebersenkung kann man einfache Kompressen verwenden (s. Bild unten), oder Säuglinge einfach mit einem lauwarmen feuchten Schwamm oder Tüchern abwaschen, abtupfen (in anglosächsichen Ländern als Sponging bekannt). Ein Fieberbad ist selten notwendig.. Wadenwickel sind eine bekannte Methode (ausgewrungenes feuchtes Handtuch, mit einem trockenen Tuch bedeckt, alle 15 Min. wechseln), jedoch unnötig, wenn die Waden sowieso kalt sind. 

 

Fieber verursacht keine Gehirnschäden oder ähnliches, wenn es nicht über 41,7° steigt.

Dies ist aber in der Regel nicht der Fall. Das menschliche Gehirn hält das unbehandelte Fieber ähnlich wie bei einem Thermostat unter 41,1°

Ca. 4% der Kinder kann es zu Fieberkrämpfen kommen. Fieberkrämpfe kommen Familiär gehäuft vor und sind im allgemeinen harmlos. Beim ersten Fieberkrampf ist es jedoch ratsam einen Arzt zu konsultieren, um die Diagnose zu klären.

 

Bei hohem Fieber, aber einem relativ guten Allgemeinbefinden, kann normalerweise abgewartet werden.

 

Bei Bewusstseinstrübung oder wenn das Kind nicht reagiert ist jedoch auch bei niedrigeren Temperaturen die Konsultation eines Arztes erforderlich. Vorsicht, bei Säuglingen unter 3 Monaten bei Fieber lieber frühzeitig zum Arzt!   

Zur Fiebersenkung bevorzuge ich, fall nötig, Paracetamol Zäpfchen, zwischen 2 Zäpfchen jedoch mindestens 6, besser jedoch 8 Std. Abstand.  

 

 

Bild aus dem Buch Family Doctor, Home Adviser, The British Medical Association, wie man kalte Kompressen macht, bei kleinen Kindern reicht jedoch das Abtupfen des Körpers mit lauwarmen Wasser oder Kompressen mit kühlem bis lauwarmen Wasser.


Aus Omas Nähkästchen!, ZWIEBELWICKEL BEI OHRENSCHMERZEN 

Zwiebelsäckchen sind bekannt als Ohrwickel, besonders bei Kindern

Die heiße Zwiebel wirkt entzündungshemmend und schleimlösend; die Packung sollte solange aufliegen, wie sie warm ist. Die Prozedur kann nach Bedarf mehrmals wiederholt werden.

Zubereitung:

Eine Zwiebel klein schneiden., mit einer Gabel zerdrücken und kurz ohne Fett andünsten. Auf einem Stofftaschentuch verteilen und in das Tuch einschlagen. Temperatur prüfen und Säckchen auf das Ohr legen. Darüber ein Tuch geben und mit einem Wollschal oder einer Mütze fixieren.

Eine alternative ist Rotlicht. Bei starken Ohrenschmerzen Schmerzmittel häufig notwendig, denn Ohrenschmerzen können furchtbar sein. Besser das Kind hochlagern! Nase muss frei sein. Antibiotika sind bei Ohrenschmerzen kein Notfallmedikament. Über eine Notwendigkeit kann gegebenenfalls im weiteren Verlauf entschieden werden.


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